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„Soll ich bleiben oder gehen?“ – Warum diese Frage dich oft in die Irre führt

  • 24. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. März

Bleiben oder gehen

Vielleicht kennst du genau dieses Gefühl: Du liegst nachts wach und fragst dich – schon zum hundertsten Mal – ob diese Beziehung noch die richtige für dich ist. Ob du bleiben oder gehen sollst. Und je mehr du darüber nachdenkst, desto erschöpfter wirst du.


Allein die Tatsache, dass du dir diese Frage stellst, bedeutet noch lange nicht, dass du in der falschen Beziehung bist.


Beziehungen sind kein Dauer-Happy-Place!

Das klingt ernüchternd – aber es ist die Wahrheit, die dich entlasten kann. Die emotionsfokussierte Paartherapie beschreibt Beziehungen als einen ständigen Rhythmus:

  • Harmonie → Disharmonie → Reparatur

  • Nähe → Enttäuschung → wieder Nähe


Immer wieder. Wie beim Gehen: Gleichgewicht – Ungleichgewicht – Gleichgewicht. Keine Beziehung bleibt dauerhaft in der Harmonie-Phase. Und unser Problem ist: Niemand hat uns beigebracht, was wir in der Disharmonie-Phase tun sollen.


Es gibt Momente, da hasst du deinen Partner. Und das macht deine Beziehung nicht kaputt – es macht euch menschlich.


Der größte Irrtum über Liebe ist, dass wir glauben, es wäre immer harmonisch. Am Anfang einer Beziehung sind wir der Überzeugung, endlich den Richtigen gefunden zu haben.

Und dann kommt die nächste Phase der Desillusionierung: es häufen sich erste Enttäuschungen und Verletzungen, vielleicht sogar dieselben schmerzhaften Stellen, die du schon aus früheren Beziehungen kennst.


Und du denkst: „Oh Gott, was hab ich mir da eingehandelt?“

Das ist nicht das Problem. Das eigentliche Problem ist, was danach kommt – oder eben nicht kommt.


Die entscheidende Frage:

Nicht: „Ist das hier die richtige Beziehung?“

Sondern: Könnt ihr wieder zueinander zurückfinden? Könnt ihr reparieren?


Ich arbeite mit Paaren, die manchmal schon kurz vor der Trennung stehen. Und weißt du, was sie alle gemeinsam haben? Es fehlt ein funktionierender Reparatur-Mechanismus.


So sieht reparieren aus:

In einer gesunden Beziehung klingt Reparatur so:

  • „Hey, das fühlt sich gerade nicht gut an.“

  • „Kannst du bitte anders mit mir sprechen?“

  • „Ich vermisse dich. Lass uns wieder verbinden.“


Und der andere hört zu, versucht es anders, bewegt sich auf dich zu. Wie ein Team.



Es gibt noch etwas, was mir in den ersten Sitzungen manchmal begegnet:

Andere Gründe als die Liebe und ambivalentes Verhalten.


Das sieht so aus: Du bist in der Beziehung – aber nicht wirklich drin. Du gehst nicht, aber du bleibst auch nicht wirklich. Du bist halb da.

Warum? Weil beides zu schwer ist:

  • Allein sein → fühlt sich überwältigend an

  • Wirklich Nähe zulassen → fühlt sich auch überwältigend an


Also bleiben wir irgendwo dazwischen hängen. In der Fast-Beziehung. Das kann viele Gesichter haben: „Ich bin wegen der Kinder hier.“ "oder dem gemeinsamen Haus, Firma, der alten Zeiten." Oder einfach diese dauernde innere Unentschlossenheit.


In den ersten Therapiesitzungen kann es dann genau darum gehen:

Will ich wirklich Klarheit? Oder halte ich mich in einem Zustand, der zwar wehtut – aber sich vertraut anfühlt?


Wenn du wirklich etwas verändern willst, dann geht es nicht um „Bleiben oder Gehen“. Es geht darum: Könnt ihr lernen, euch zu erreichen? Könnt ihr reparieren? Könnt ihr wie ein Team werden?


Und wenn nicht?

Dann brauchst du Unterstützung – mit jemandem, der euch dabei begleitet.


Ich biete ein kostenloses 40-minütiges Kennenlerngespräch über Zoom an. Kein Druck, keine Verpflichtung – nur ein ehrliches Gespräch darüber, wo ihr steht und was möglich ist.



Alle Liebe,

Sina

 
 
 

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