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Ich komme einfach nicht zu dir durch

25. März
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Sept.



„Ich hab's dir doch schon tausendmal erklärt."


„Warum kommt das bei dir einfach nicht an?"


Kennst du dieses Gefühl? Dass du deinem Lieblingsmensch ständig dasselbe Problem aus verschiedenen Blickwinkeln erklärst und nicht versteht, warum der andere es nicht kapiert — warum es nicht ankommt.


Das fühlt sich erschöpfend an. Total anstrengend.

Und dann kommt dieser Gedanke: Egal, wie ich es sage — er versteht's einfach nicht.


Hier kommt etwas, das wir vielleicht manchmal nicht im Blick haben:

Viele von uns kritisieren oder meckern, wenn wir eigentlich um etwas bitten möchten.


Und zwar nicht, weil wir gemein sind. Sondern weil wir einfach nie gelernt haben, wie ich es kommunizieren kann, ohne dass der andere zumacht. Nämlich klar und verletzlich — um das zu bitten, was wir brauchen.


Niemand hat uns das beigebracht. Deswegen landen wir oft im Kritikmodus. Und unser Gehirn scannt meistens die Dinge, die uns stören. Es ist wie ein inneres Alarmsystem, welches immer aktiv ist.


Das Problem dabei:

Wenn unser Lieblingsmensch kritisiert wird, hört er nicht darunter: „Hey, ich brauche das von dir."


Sondern eher: „So wie du bist, bist du falsch. Du machst es nicht richtig."


Und wer das hört, kann nicht mehr gut zuhören. Die Verbindung bricht ab. Weil die Worte anders ankommen, als sie eigentlich gemeint sind.


Je mehr also einer versucht, der Person durch Kritik mitzuteilen, was sie stört — umso mehr zieht sich der andere zurück.


Aber in jeder Beschwerde steckt eigentlich ein Wunsch.

Und das ist der Schlüssel.


Denn wenn man zum Beispiel sagt: „Ich mag's nicht, wenn du so unfreundlich mit mir sprichst" — dann ist der Wunsch dahinter: „Bitte sprich freundlicher mit mir."


Und wenn man kritisiert, dass der andere einem nicht zuhört, dann steckt dahinter: „Hey, ich möchte von dir gesehen werden. Ich möchte, dass du mich wahrnimmst. Denn ich brauche dich."


Dieser Unterschied in der Wahrnehmung und Formulierung — der verändert die Kommunikation sehr stark.


Deswegen ein kleiner Reminder:

Bevor du deinem Lieblingsmensch einen Vorwurf machst — spür kurz in dich rein.

Überlege: Was brauchst du eigentlich von dem anderen?

Und formuliere das als Bitte. Auch als Wahrheit über dich selbst.

Du kannst sagen: „Das ist mir wichtig." Oder: „Das würde mir helfen." Oder: „So funktioniere ich."


Es geht nicht darum, dass der andere es dann sofort richtig macht. Es geht darum, dass einer dem anderen mitteilen kann, was er braucht.


Die wichtige Wahrheit:

Erinnert euch daran — ihr seid nicht Gegner*innen in diesem Spiel.

Ihr seid ein Team.


Deswegen lautet die Frage nicht: „Warum machst du das immer falsch?"

Sondern: „Wie können wir das zusammen hinbekommen? Was brauchst du von mir, damit das leichter wird?"


Und genau dort — genau dort — entsteht dann wieder Verbindung.


Aber wenn ihr merkt, dass ihr allein aus diesem Muster nicht herauskommt, dass es sich im Moment nur noch nach Meckern anfühlt — dann bin ich gerne für euch da.

In einem kostenlosen 30-minütigen Kennenlerngespräch schauen wir gemeinsam, wo ihr steht – und wohin ihr gemeinsam möchtet.



Alle Liebe,

Sina



 
 
 

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